MdB Lange: Landwirtschaftsexperten aus beiden Kreisen an einem Tisch
20.12.11 Oppertshofen
Gemeinsam haben die Vorsitzenden der CSU- Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft aus den Kreisen Dillingen und Donau-Ries, Wunibald Wunderle und Ralf Engel, in die Gaststätte „Krone“ in Oppertshofen zu einer aktuellen Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange zu brisanten landwirtschaftlichen Themen eingeladen. Schwerpunkte waren die Gemeinsame Agrar Politik (GAP) in der EU und deren Auswirkung auf unsere heimische Landwirtschaft, der zunehmende Flächenverbrauch, aber auch Auswirkungen der Energiewende auf unsere Landkreise.
Nach der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Wunderle und Frisch gab der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange einen kurzen Bericht über die politische Situation und die Probleme in Berlin, die von der Euro-Krise geprägt sei. Die CSU strebe eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft , die sichere Versorgung unserer Menschen mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln sowie ein angemessenes Einkommen für die Landwirte an.
Die AG-Vorsitzenden betonten, dass auch die Landwirtschaft mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Ein Hauptproblem der Bauern seien die gestiegenen Pachten. Dies sei auf der einen Seite darauf zurückzuführen, dass ein großer Teil der Anbauflächen für Biomasse für Biogasanlagen eingesetzt würden, auf der anderen Seite werde aber der Landwirtschaft auch sehr viel Anbaufläche für Ausgleichsmaßnahmen entzogen. Die AG-Vorsitzenden forderten, dass es insbesondere beim Bau von neuen Stromleitungen und Windkraftanlagen im Zuge der Energiewende zu keinem zusätzlichen Flächenverlust zu Gunsten des Naturschutzes kommen dürfe. MdB Lange wies darauf hin, dass Flächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Energieproduktion benötigt würden. Aber auch die Verbesserung der Infrastruktur fordere ihren Preis. Bei der Energiewende werde ein fairer Kompromiss angestrebt.
Bei den anstehenden GAP-Verhandlungen bereitet den Landwirten vor allem das geplante Greening, die Bewertung der Landwirtschaft nach ökologischen Gesichtspunkten, und die ausufernde Bürokratie enorme Sorgen. Die CSU werde sich dafür einsetzen, das Greening im Rahmen der GAP so auszugestalten, dass vorhandene Landschaftselemente und Flächen mit Agrarumweltmaßnahmen einbezogen würden, so Lange. Die flächendeckende landwirtschaftliche Produktion trage auch wesentlich zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei und sichere den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Bundesregierung habe die Problemfelder erkannt und die EU-Kommission aufgefordert, hier deutlich nachzubessern und die ausufernde Bürokratie zurückzufahren. „Wir stehen bei Kritikpunkten fest an der Seite der Landwirtschaft“, resümierte Lange.

