127 Mio. € für Bahnstrecke Treuchtlingen – Donauwörth – Augsburg

Der Bund investiert gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Freistaat allein in den Jahren 2018 bis 2021 rund 127 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnstrecke Treuchtlingen – Donauwörth – Augsburg. „Damit werden die Schienenwege in der Region nachhaltig gestärkt. Darüber freue ich mich sehr, denn neben der Strecke München–Nürnberg über Ingolstadt wird nun die Strecke über Augsburg als schwäbische Hauptachse deutlich aufgewertet“, so der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange.


Zu den Modernisierungsmaßnahme zählt unter anderem das Projekt „Digitales Stellwerk Meitingen/Mertingen“ mit Technikstandort in Donauwörth für 63,2 Millionen Euro. Damit bekommt der Landkreis Donau-Ries eines der ersten Digitalen Stellwerke (DSTW) auf einer Hauptstrecke im deutschen Schienennetz. „Das ist ein Meilenstein für die Digitalisierung unseres Schienennetzes“, so Lange.


Das DSTW ist technologisch der Nachfolger des Elektronischen Stellwerkes (ESTW). Im Gegensatz zum ESTW übermittelt das DSTW die Stellbefehle digital an Weichen und Signale. Vorteil dabei ist, eine deutlich höhere Stellenentfernung durch die Verbindung per Datenleitung. Die bisherige individuelle Verbindung vom Stellwerk zu jedem einzelnen Stellelement, wie beispielsweise Bahnübergänge oder Gleiskontakte, entfällt. „Die neue Technik ermöglicht zudem eine moderne Diagnosemöglichkeit bei Störungen und macht den Schienenverkehr dadurch insgesamt zuverlässiger und effizienter“, freut sich Lange.


Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern: “Mit dem Ausbau der Strecke von

Treuchtlingen über Donauwörth nach Augsburg investieren wir in mehr Kapazität für eine starke Schiene. Für mehr Verkehr auf der Schiene setzen wir hier voll auf Zukunftstechnologien. Die Strecke gehört zu den ersten in Deutschland, die digital mit modernster Zugsteuerungstechnik ausgestattet ist.“


2020 wurden zwischen Donauwörth und Augsburg bereits 22 Signale errichtet und damit ein rund 21 Kilometer langer Abschnitt im Bereich Meitingen/Mertingen für den späteren digitalen Bahnbetrieb vorbereitet. Bisher wird die Technik dort über das Stellwerk Donauwörth gesteuert. „Die Umrüstung auf ETCS (European Train Control System) in Kombination mit digitalen Stellwerken ist die Basis, um die Schienen künftig um bis zu 35 Prozent Kapazität aufnahmefähiger zu machen und zugleich bessere Qualität und Stabilität im Bahnbetrieb zu gewährleisten – ohne dabei einen Kilometer Schiene neu bauen zu müssen“, führt Lange weiter aus. Die Inbetriebnahme des DSTW Meitingen/Mertingen ist für Ende November 2021 vorgesehen.


Weitere Modernisierungsmaßnahmen sind beispielsweise die Sanierung der Eisenbahnüberführung mit Fuß- und Radweg in Otting für 3,5 Millionen Euro und die vollständige Erneuerung der Oberleitung zwischen Mündling und Otting-Weilheim für 11,2 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang wurden zudem Stützwände für ca. 7,0 Millionen Euro ersetzt. Zusätzlich wurde eine Dammsanierung und Gleiserneuerung zwischen Otting-Weilheim und Mündling für 8,7 Millionen Euro durchgeführt. „Durch die Modernisierungsmaßnahmen wird die Bahnstrecke daher nicht nur zuverlässiger und effizienter, sondern gleichzeitig sicherer für die Bahnfahrer und andere Verkehrsteilnehmer“, erklärt Lange.



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