25.000 € für Heimatkundliche Sammlungen Gundelfingen

Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange hat eine gute Nachricht aus dem „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ erhalten: Der Bund unterstützt die Weiterentwicklung der Heimatkundlichen Sammlungen der Stadt Gundelfingen an der Donau mit einer Förderung in Höhe von 25.000 Euro. Dies teilte Lange vor Ort Stadtvertretern mit.

„Seit Jahren setzt sich der Bund für die Kultur auch in ländlichen Räumen überall in Deutschland ein“, erklärt Lange. „Mit diesem Soforthilfepr-gramm leistet Berlin hier jetzt einen weiteren wichtigen Beitrag. Heimatmuseen stiften Identität und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem sind sie wichtige Kultur- und Begegnungsorte in ländlichen Räumen. Das oft von kleinen, auch ehrenamtlichen Initiativen getragene Angebot vor Ort wollen wir stärken und erhalten. Damit setzen wir in Zeiten der Krise bewusst ein deutliches Zeichen zum Erhalt unseres kulturellen Erbes“, so der Abgeordnete weiter.

Zum Förderprojekt teilt die Stadt Gundelfingen mit:

In der Stadt Gundelfingen ist seit 1994 im historischen Gebäude Walkmühle eine kleine Heimatstube untergebracht. Auch aufgrund vielerlei Veranstaltungen zur Stadtgeschichte besteht ein starkes öffentliches Interesse, interessante Objekte zur Heimatgeschichte zu sammeln, zu erhalten und zu bewahren.

Besonderheit der Sammlung ist, dass für die vielen im Originalzustand erhaltenen Textilien aus Gundelfingen und der näheren Region meist der Hersteller und die Träger der Kleidungsstücke, oft mit Bildern und Lebens-beschreibungen, bekannt sind. Es handelt sich deshalb um eine außerordentliche kulturelle Sammlung. Inventarisierung, Aufbewahrung, Erhalt und das Ausstellungskonzept stehen an. Es hat sich gezeigt, dass am Ort viele weitere sehr gut erhaltene Kleidungsstücke und Gegenstände in privater Hand vorhanden sind, die die Sammlung später ergänzen könnten. Die Sammlung ist derzeit noch im Obergeschoss des privaten Wohnhauses untergebracht und soll künftig in einem vorhandenen historischen städtischen Gebäude mit Depot- und Schauräumen untergebracht werden. Erhalt, Dokumentation und öffentliche Wahrnehmung des kulturellen Erbes sind übergeordnetes Ziel der von der Stadt Gundelfingen an der Donau getragenen Heimatkundlichen Sammlungen.

Gundelfingengs 1. Bürgermeisterin Miriam Gruß ist sehr glücklich über die Förderung: „Angesichts der derzeit engen finanziellen Möglichkeiten der Stadt bin ich über die Förderung sehr glücklich. Heimatgeschichte bekommt einen festen Platz in der Walkmühle, die damit in ihrer Funktion als Kulturzentrum weiter gestärkt wird.“

Auch der Leiter der Heimatkundlichen Sammlungen Heinz Gerhards zeigt sich hocherfreut: „Der Zuschuss kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die in langjähriger ehrenamtlichen Arbeit gesammelten und dokumentierten Gegenstände können dadurch künftig in einem städtischen Gebäude aufbewahrt und gezeigt werden.“

Die Bundesregierung fördert das Projekt „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie mit 1,5 Millionen Euro. Das Programm ermöglicht in Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnern den Bauunterhalt und die Modernisierung von Heimat- und Freilichtmuseen, Bodendenkmälern und archäologischen Stätten.

Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ richtet sich an regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmälern. Die Höhe der einzelnen Förderung ist auf 25.000 € begrenzt. Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ ist Teil des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“. Die Mittel stammen aus dem „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.


v.l.: Miriam Gruß (Erste Bürgermeisterin Stadt Gundelfingen a.d. Donau), Roman Schnalzger (Zweiter Bürgermeister), Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, Florian Steidle (Dritter Bürgermeister), Heinz Gerhards (Leiter Heimatkundliche Sammlungen) (Foto: Büro Lange)

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